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Martina Kube

Martina Kube studiert Kommunikationswissenschaft (Master) an der Universität Salzburg und hat sich neben anderen vielseitigen Wahlfächern für den Schwerpunkt Cultural Production & Arts Management an der Universität Salzburg entschieden.

Zum Besuch von Lehrveranstaltungen am Programmbereich Contemporary Arts and Cultural Production meint sie: „Mein Wissen und die Erfahrung durch die Teilnahme an Projekten, Workshops, die Gestaltung und Durchführung von Ausstellungen, Fernsehsendungen, Befragungen des Schwerpunkts kann ich in meiner Tätigkeit im Online-Marketing mit Schwerpunkt Social Media hervorragend einbringen.“

„guerilla comics: kunst_intervention_alltag“ – ein Workshop mit Ka Schmitz

Unsere kleine Gruppe, die am Comic-Workshop mit Ka Schmitz teilnahm, war bereits in freudiger Erwartung auf die nun kommenden Tage. Am 6. November 2013 war es schließlich soweit und wir trafen uns in den Räumlichkeiten des Schwerpunkts in der Bergstraße, um uns gemeinsam dem Thema Comic anzunähern und kreativ tätig zu werden.

Einige von uns waren vorab etwas skeptisch, da sie seit der Schulzeit nicht mehr gezeichnet hatten und über keinerlei Erfahrung auf diesem Gebiet verfügten. Zunächst waren wir alle etwas zögerlich und nachdenklich, was unsere zeichnerischen Fähigkeiten betraf. Aber bereits vor der ersten Zeichenrunde wurde uns von Ka Schmitz verdeutlicht, dass es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt und wir uns einfach auf den Prozess einlassen sollten. Vor und zwischen den einzelnen Schritten machte sie mit uns immer wieder entspannende und lustige Auflockerungsübungen. In unserer Gruppe herrschte eine sehr lockere und angenehme Atmosphäre, wodurch man sich sehr rasch auf das Zeichnen einlassen konnte und Freude daran fand.

Zunächst starteten wir mit dem Zeichnen unserer Sitznachbarin, schließlich führte uns Ka Schmitz behutsam und enthusiastisch an frei gewählte Figuren, (Körper-)Formen und den Einsatz von Denk- und Sprechblasen heran. Eine der schwierigsten Herausforderungen am ersten Workshop-Tag war für uns die Darstellung von Emotionen. Ka Schmitz zeigte uns im Laufe des Tages zahlreiche Wege und Möglichkeiten, um Gefühle im Comic auszudrücken und half uns auch beim Zeichnen unterschiedlicher Figurentypen: dick, dünn, mit Bart oder doch lieber ohne? Es wurde uns stets viel Freiraum beim Gestalten der Figuren und Formen gelassen.

Schließlich entstanden auch die ersten Comics: Das Blatt wurde in unterschiedliche Kästchen gegliedert, diese wurden mit den Gruppenmitgliedern getauscht und jeder malte ein anderes Kästchen aus. Auf diesem Weg entstanden sehr lustige und kreative Erzählabfolgen. Gegen Ende des ersten Tages war es unsere Aufgabe, ein DIN A4 Blatt in drei gleich große Teile zu falten und anschließend verdeckt reihum weiterzugeben. Man kennt dieses Spiel sicherlich noch aus der eigenen Kinderzeit: Auf dem ersten Teil des Blattes sollte man einen Kopf zeichnen, im mittleren Bereich einen Oberkörper und schließlich auf dem letzten Teil des Blattes die Füße. So konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und am Ende kamen sehr witzige und skurrile Figuren bzw. Phantasiewesen heraus. Diese dienten als Vorlage für unsere produzierten Pappfiguren.

Am zweiten Tag starteten wir mit kleineren Aufwärmübungen und dann ging’s auch schon los: Bewaffnet mit Pappe, Schere, Kleber und Farbe nahmen unsere Figuren im Laufe des Tages Gestalt an. Mittels unserer Abbildungen wollten wir auf (anti-)rassistische und feministische Themen, Herausforderungen bzw. Problemstellungen auf amüsante und unkonventionelle Art und Weise hinweisen.

Schließlich zogen wir am letzten Tag des Workshops los und fotografierten unsere gebastelten Figuren in passenden Locations im Raum Salzburg, vielen Dank an Pia Streicher für die großartigen Bilder. Diese Aktion führte zu Gesprächen mit und überraschten Blicken bei den PassantInnen in der Stadt. Die Ergebnisse des Workshops mündeten in einer Ausstellung, welche von 6. bis 20. Dezember 2013 im Schloss Mirabell zu bestaunen war.

Der Workshop zählt sicherlich zu einem der spannendsten und interessantesten Kurse an der Universität Salzburg. Die Freude und der Tatendrang von Ka Schmitz waren sehr ansteckend und sie schaffte es bei vielen unserer Gruppe die Skepsis vor dem Zeichnen abzubauen und uns dazu ermutigt in unserer Freizeit kreativ zu werden. Der Workshop mit Ka Schmitz bereitete uns sehr viel Spaß und eine interessante, kreative und tolle Zeit, dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

Zu den Fotos vom Workshop

Zu den Fotos der Ergebnisse

Zu den Fotos der Ausstellung

 

Martina Kube  (2014): „guerilla comics: kunst_intervention_alltag“ – ein Workshop mit Ka Schmitz. In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 04 , http://www.p-art-icipate.net/cms/guerilla-comics-kunst_intervention_alltag-ein-workshop-mit-ka-schmitz/