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Romana Hagyo

Romana Hagyo arbeitet in den Bereichen Bildende Kunst und Kunstwissenschaften zu Stadtforschung, Raumtheorien und Gender Studies. Sie ist Doktorandin am Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Paris Lodron Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg) und Lehrbeauftragte an der Kunstuniversität Linz. Ihre Dissertation Über das Wohnen im Bilde sein fokussiert Konzeptionen des Öffentlichen und Privaten in ausgewählten künstlerischen Darstellungen des Wohnens. Sie ist Preisträgerin der Anni und Heinrich Sussmann-Stiftung und des Trend-Profil Verlags und war Stipendiatin der Gedok Lübeck, des Künstlerhauses Schloss Plüschow und des Landes Vorarlberg.


Silke Maier-Gamauf

Silke Maier-Gamauf macht medienübergreifende Projekte mit Fotografie, Malerei, Audio und Video und ist kuratorisch tätig. Das Kunststudium hat sie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und am Central St. Martins College in London absolviert. Sie hatte ein Arbeitsstipendium in Montreal (Kanada) und in Pagliano (Italien). Sie ist Mitgründerin des Projekts Walking through … X.

Ins Bild setzen: an der Schnittstelle von privaten und öffentlichen Räumen Platz nehmen

Das Projekt „Test.Test.Liegen“
Text: Romana Hagyo, Fotografien: Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf

„Nimm Platz“ fordert nicht nur dazu auf, sich zu setzen, sondern auch, sich den angebotenen Platz oder Raum zu nehmen. Im Duden Online-Wörterbuch finden sich unter „Platz“ neben den Wortbedeutungen „Stelle, Ort“ auch „zur Verfügung stehender Raum für etwas, jemanden“ und die „für eine Person vorgesehene Möglichkeit, an etwas teilzunehmen“. Daran anschließend stellt sich die Frage, wo und für wen im öffentlichen Raum Platz ist und für welche Tätigkeiten dieser vorgesehen ist. Ich werde im ersten Teil meines Beitrags auf den Begriff des öffentlichen Raums eingehen, duale Konzeptionen des Öffentlichen bzw. Privaten zum Thema machen und zur Diskussion stellen, auf welche Weise Ungleichheiten in der Konstitution öffentlicher Räume wirksam werden. In diesem Zusammenhang soll die Wechselwirkung zwischen räumlichen Strukturen, sozialen Praktiken und ihrer visuellen Repräsentation deutlich werden. Repräsentation konzipiere ich nicht als Abbildung von Realität, sondern als Bedeutungsproduktion im Rahmen von Prozessen der Realitätskonstitution, und zwar als einen Faktor im Prozess der Raumkonstitution*1 *(1). Aus diesem Grund werde ich im zweiten Teil des vorliegenden Textes das Projekt Test.Test.Liegen zur Diskussion stellen, das ich gemeinsam mit Silke Maier-Gamauf seit 2015 erarbeite. In fotografischen Inszenierungen wird hierbei die Suche nach Orten im öffentlichen Raum von Städten zum Thema gemacht und nach Möglichkeiten und Grenzen des Aufenthalts im öffentlichen Raum gefragt. Das Projekt versteht sich in Tom Holerts Sinne als „Arbeit an der Veränderung und Redefinition dessen, was im öffentlichen Raum zeigbar und machbar ist“ (2015: 8),star (*10) als Erprobung von Strategien, den Handlungsspielraum im Feld des Visuellen zu erweitern. Dieser Ansatz wird abschließend erörtert, indem die künstlerische Vorgangsweise aus einer repräsentationskritischen Perspektive beleuchtet wird. Mein Anliegen ist es, die theoretische Auseinandersetzung mit Konzeptionen des Öffentlichen bzw. Privaten und mit der Wechselwirkung zwischen räumlichen Strukturen und ihrer visuellen Repräsentation in der Arbeit am Projekt Test.Test.Liegen zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Öffentlicher Raum

In der Auseinandersetzung mit dem Begriff des öffentlichen Raums ist es sinnvoll, sowohl Konzeptionen des Öffentlichen bzw. Privaten als auch den Prozess der Konstitution sozialer Räume ins Blickfeld zu rücken. Sozialer Raum wird nicht nur in der Platzierung von Lebewesen und „sozialen Gütern an Orten“, sondern auch im wiederholten Handeln und in der Wahrnehmung und Darstellung desselben hergestellt (Löw 2001: 225).star (*16) Zwischen räumlichen Anordnungen und Handlungsweisen besteht eine Wechselwirkung: Die Nutzung von Räumen orientiert sich an gesellschaftlichen Regeln, räumliche Ordnungen werden im Prozess der Raumnutzung aktualisiert oder in Frage gestellt (vgl. Siebel/Werheim 2003: 4).star (*32) Auf diese Weise wird der soziale Raum von Bedingungen, Relationen und Möglichkeiten geprägt, die in Bezug zu institutionalisieren Strukturen stehen (vgl. Löw 2001: 272).star (*16) Das Potential, Räume zu konstituieren ist vielfach abhängig von der sozialen Situation, den körperlichen und finanziellen Möglichkeiten der Handelnden und von „strukturell organisierten Ein- und Ausschlüssen“ (ebd.).star (*16)

Beginnend mit der Etablierung des Haushalts der bürgerlichen Kernfamilie wurden Öffentlichkeit und Privatheit als Gegensätze konzipiert (vgl. Häußermann/Siebel 2004: 59).star (*11)*2 *(2) Die Produktion und Distribution von Waren sowie der Austausch von Nachrichten und die Auseinandersetzung über das Zusammenleben in der Gesellschaft fanden in stärkerem Maße in außerhäuslichen, sogenannten öffentlichen Räumen statt.*3 *(3) Die Grenze des Öffentlichen und Privaten aber war immer schon durchlässig. In Eingangs- und Gangbereichen der Häuser wurden Nachrichten ausgetauscht, Salons und sogenannte gute Stuben fungierten als (halb-)öffentliche Bereiche. Historische Forschungen, wie beispielsweise im Sammelband Das Haus in der Geschichte Europas (Eibach/Schmidt-Voges 2015)star (*3) dokumentiert, zeigen, dass nicht nur der Salon einen Ausgangspunkt bürgerlicher Öffentlichkeit in Europa darstellte, sondern das Haus speziell für Frauen einen Raum der Erwerbsarbeit bot (vgl. Eibach 2015: 23;star (*4) Joris 2015: 355star (*12)). Die Historikerin Elisabeth Joris zeigt anhand der Biografien zweier Schweizerinnen, die ihre Häuser für die Tätigkeiten als Lehrerin bzw. Homöopathin nutzten, wie „für die bürgerliche Gesellschaft des 19. Jahrhunderts konstitutive Zuordnungen“ durchbrochen wurden (vgl. Joris 2015: 355).star (*12)

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Siehe hiezu den Abschnitt „Zur künstlerischen Arbeitsweise, Repräsentationskritik“.

Die Grundlagen der räumlichen Trennung zwischen Produktion und Reproduktion als Basis hegemonialer Konzeptionen des Öffentlichen und Privaten, im Speziellen des Haushaltes der bürgerlichen Kernfamilie in europäischen Städten, finden ihren Ursprung in Prozessen der (Früh-)Industrialisierung im 18. Jahrhundert. Teil dieses Prozesses ist die räumliche Trennung von Produktion und Reproduktion entlang geschlechtlicher Parameter als Basis des Haushaltes der bürgerlichen Kernfamilie. Anhand dieses Entwicklungsprozesses zeigt sich die historische Veränderlichkeit von räumlichen Konzeptionen des Öffentlichen und Privaten.

Ein Überblick über die angesprochene Entwicklung findet sich bei Häussermann/Siebel 2004: 59f; Eibach 2015: 22.

Die genannten Faktoren stehen untereinander in einer Wechselwirkung.

Nancy Fraser setzt sich mit Jürgen Habermas’ Konzeption einer singulären Öffentlichkeit als gleichberechtigt zugängliche Sphäre der Auseinandersetzung über das Zusammenleben auseinander. Sie macht unter anderem deutlich, dass die soziale Position einer Person Einfluss darauf hat, welches Gewicht ihren Aussagen zukommt.

Es würde den thematischen Rahmen dieses Textes überschreiten, die Entwicklung darzustellen, die Nancy Frasers Ansatz vorangegangen oder nachgefolgt ist. Einen Überblick bieten Hohendahl et al. 2002: 637f; Landes 1998.

Heike Sander 1968 in einer Rede auf der 23. Delegiertenkonferenz des SDS (Sozialistischen Deutschen Studentenbundes).

Eine weitere Methode, um Übernachtungen zu verhindern ist die Anbringung von Gittern vor Nischen oder Hauseingängen.

Die Flächen der entfernten Bänke waren bereits von Armlehnen unterbrochen, so dass es nicht möglich war, sich hinzulegen (vgl. Rebenwein 2017).

Test.Test.Liegen ist ein fortlaufendes Kunstprojekt seit 2015. Siehe auch die Abbildungen dieses Beitrages. Vgl. auch: o.V., o.J.: Test.Test.Liegen.

Meine Dissertation beschäftigt sich mit Konzeptionen des Öffentlichen und Privaten im Wohnen. Sie ist als Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst konzipiert. Die gewählten Fragestellungen werden anhand ausgewählter Kunstwerke und in der eigenen fotografischen Arbeit erörtert. Das Projekt Test.Test.Liegen ist Teil der Dissertation.

Diese Aussage soll nicht unterstellen, dass wissenschaftliche Arbeit Objektivitätsansprüche stellen könnte, Forschen und Schreiben geht immer auf Basis der eigenen, kulturell bedingten Position vor sich (vgl. Haraway 1995: 78f). Vielmehr ist hier gemeint, im Sinne Donna Haraways die eigene Position als Schreibende und die eigene Verortung im Feld der Untersuchung deutlich zu machen.

Das Ausschneiden mit dem Stanleymesser dient der Fertigung der Collagen.

Die Distanzierung ist vonnöten, um sich auf die professionelle und technisch korrekte Durchführung der fotografischen Arbeit konzentrieren zu können.

Wir wählen Gegenden, die uns bekannt sind, fallweise steht die Auswahl der Gegend auch in Zusammenhang mit einer geplanten Ausstellung.

Im ländlichen Raum besteht diese Notwendigkeit ebenfalls, das Projekt konzentriert sich aber auf Stadträume.

Siehe Abbildungen.

Klaus Ronneberger spricht in diesem Zusammenhang von der „unternehmerischen Erlebnisstadt“, die die „industrielle Vorsorgestadt“ abgelöst hat (vgl. ebd.: 7).

Diese Aussage beruht auf meiner Beobachtung in den Jahren 2014 bis 2017.

Die Rundgänge werden auf eine Weise geplant, dass keine Menschen gestört oder angestarrt werden.

Am Rundgang im Juni 2017 haben unter anderem die Bezirksvorsteherin als auch deren Stellvertreterin und der Geschäftsführer eines Kunstortes des Bezirkes teilgenommen, ihr Wissen zur Verfügung gestellt und gemeinsam mit uns und den anderen Teilnehmenden die Sitzgelegenheiten getestet.

Es werden nicht ausschließlich liegende Positionen eingenommen, sondern auch stehende oder gebeugte Haltungen. Immer aber formt sich der Körper entlang der baulichen Gegebenheiten, so dass eine Auseinandersetzung mit der Materialität der gewählten architektonischen Elemente vor sich geht (Beton, Holz etc.).

Gemeinhin wird daheim im eigenen Bett geschlafen oder auf der eigenen Couch gelegen, nicht auf der Straße.

Kaja Silvermann folgt in dieser  ihrer Argumentation Jaques Lacan und Roger Caillois.

Die Frage nach dem Handlungsspielraum im „Feld des Sichtbaren“ (Silvermann 1997: 41) ist Gegenstand diverser Forschungen und künstlerischer Arbeiten, für einen Überblick siehe Adorf/Brandes 2008. Wichtig war in diesem Zusammenhang auch Laura Mulveys (älterer) Vorschlag, an Blickverhältnissen im Raum Kino zu arbeiten (vgl. Mulvey 1975).

Sigrid Schade und Silke Wenk sprechen aus einer repräsentationskritischen Perspektive vom Zeigen als Zu-Sehen-Geben, siehe unten.

Darstellung wird nicht als Abbildung von etwas Vorgängigem, bereits Bestehendem konzipiert, sondern als Prozess der Realitätskonstitution.

Romana Hagyo  Silke Maier-Gamauf  (2017): Ins Bild setzen: an der Schnittstelle von privaten und öffentlichen Räumen Platz nehmen.

Das Projekt „Test.Test.Liegen“
Text: Romana Hagyo, Fotografien: Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf

In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 08 , http://www.p-art-icipate.net/cms/ins-bild-setzen-an-der-schnittstelle-von-privaten-und-offentlichen-raumen-platz-nehmen/