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Laila Huber

geb. 1980, studierte Kulturanthropologie und Kulturmanagement in Graz und Neapel/Italien. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind partizipative Kunst- und Kulturarbeit, Selbstorganisation, autonome Räume, Stadtforschung sowie Interkulturalität. Ihre Dissertation „Topografie(n) des Möglichen (in) der Stadt Salzburg” wurde im Rahmen des Doktoratskollegs „Kunst und Öffentlichkeit” (2010-2013), am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst /Universität Salzburg und Mozarteum, ausgearbeitet und 2014 abgeschlossen (Publikation in Vorbereitung im transcript Verlag). Von Jan. 2011-Jan. 2014 war sie ehrenamtlich in der Salzburger Kunstinitiative periscope tätig. Und seit Januar 2012 ist sie Mitglied des Salzburger Landeskulturbeirats in den Fachbeiräten „Bildende Kunst“ und „Kulturelle Bildung“. Seit Okt. 2013 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Programmbereich „Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion“ am Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst (der Paris-Lodron-Universität und Mozarteum Salzburg) – u.a. im Sparkling-Science-Projekt „Making Art – Taking Part! Künstlerische und kulturelle Interventionen zur Herstellung partizipativer Öffentlichkeiten von und mit Jugendlichen“ (www.takingpart.at).


Elke Zobl

Nach Studien der Bildnerischen Erziehung (im Fach Bildhauerei), Germanistik, Gender Studies und Kunst- und Kulturwissenschaften (Salzburg, Wien und North Carolina), erhielt sie 2004 ihr Doktorat an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Von 2000-2006 forschte sie an der Universität of California San Diego, 2007-2011 war sie Inhaberin eines Herta-Firnbergs Postdoc-Stipendiums am Fachbereich Kommunikationswissenschaft (Universität Salzburg). Seit Mai 2011 ist sie Assistenzprofessorin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft und am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Programmbereich Contemporary Arts & Cultural Production).

Projekte u.a.: “Young women as creators of new cultural spaces” (FWF-Projekt, 2007-2011) und “Feminist Media Production in Europe” (FWF-Projekt, 2008-2012), “Making Art, Making Media, Making Change” (FWF-Wissenschaftskommunikationsprojekt, 2014-2015)

Forschungsschwerpunkte: Zeitgenössische Kunst- und Kulturproduktion, Cultural Studies, Gender Studies.

2010 wurde sie mit dem Wissenschaftsförderpreis der Stadt Salzburg ausgezeichnet.

INTERVENE! Künstlerische Interventionen II: Bildung als kritische Praxis

In der Rubrik „Recommended“ wird von Veronika Aqra der Film „Everyday Rebellion“ (2013) von den beiden österreichischen Filmemachern iranischer Herkunft Arash T. Riahi und Arman T. Riahi, der verschiedenste Graswurzelbewegungen und Formen des kreativen zivilen Ungehorsams als Teil gewaltlosen Widerstands präsentiert, empfohlen. Laila Huber bespricht das Buch „The Art of Urban Intervention – Die Kunst des urbanen Handelns“ (2014 herausgegeben von Judith Laister, Margarethe Markovec und Anton Lederer), welches das Spannungsfeld von Kunst, Politik und Aktivismus im urbanen Raum anhand von Praxisbeispielen aus zehn europäischen Städten verhandelt.

In der Rubrik „Notes“ schildert Siglinde Lang Eindrücke ihres sechswöchigen Forschungsaufenthalts am Cornaro Institut in Larnaca/Zypern im April 2014, wo sie in Fortführung ihrer Dissertation „Art goes Culture“ zu Interdependenzen von Kunst und kultureller Bedeutungsproduktion forschte und an einem Modell partizipatorischer Kunstprojekte arbeitete.
Laila Huber berichtet über das Symposium „TrialMode01 – (Un)Learning Contemporary Art“, das vom 28.-30. März 2014 im Forum Stadtpark in Graz stattfand und sich mit der Fragestellung einer dezentralen Kunstakademie für Graz sowie mit alternativen und autonomen Bildungskonzepten und Praxen zwischen Kunst und Aktivismus auseinandersetzte.

In der Rubrik „Activities“ werden zwei am Programmbereich Contemporary Arts & Cultural Production unter der Leitung von Elke Zobl laufende Forschungsprojekte vorgestellt sowie von Studierenden und Lehrenden über Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2014 berichtet: Das FWF-Wissenschaftskommunikationsprojekt „Making Art, Making Media, Making Change“ erforscht und erprobt seit März 2014 Vermittlungsstrategien feministischer Medien- und Kulturproduktionen mit dem Ziel der Ausarbeitung einer Toolbox, die feministische künstlerisch-pädagogische Materialien für MultiplikatorInnen in der Jugend- und Mädchenarbeit zur Verfügung stellt. Das mit Oktober 2014 gestartete „Sparkling Science“-Projekt „Making Art – Taking Part! Künstlerische und kulturelle Interventionen von und mit Jugendlichen zur Herstellung von partizipativen Öffentlichkeiten“ erprobt mit zwei Klassen einer Neuen Mittelschule und eines Bundesoberstufenrealgymnasiums künstlerisch-edukative Projekte und erforscht mittels partizipativer Aktionsforschung öffentlich sichtbare Handlungsspielräume von Jugendlichen im Kontext zeitgenössischer Kunst und aktiver Kulturproduktion.

In der Lehrveranstaltung „Hot Spot Freie Szene(n)“ von Günther Friesinger und Siglinde Lang haben Studierende des Schwerpunkts Wissenschaft & Kunst im Rahmen einer österreichweiten Exkursion Freie Szenen in Salzburg, Linz, Graz und Wien kennengelernt und ihre Erkenntnisse im Rahmen einer Ausstellung aufgearbeitet.

Mit Antonia Rahofer lernten die Studierenden in der Lehrveranstaltung „Den Kunst- und Kulturbetrieb mithilfe von Interviews befragen“ die Praxis des Kunst- und Kulturbetriebs durch die Methode des Interviews kennen – der Einsatz und die Funktion von Interviews und Befragungsformaten im Kunst- und Kulturbetrieb standen im Zentrum.

„Kunst, Politik, Computerspiele“ von Sonja Prlic verhandelte das Themenfeld der „Serious Games“ – Computerspiele, die sich mit sozialkritischen und politischen Fragestellungen befassen – und lud die Studierenden dazu ein, selbst ein Computerspiel zu entwerfen: Über ihre Eindrücke und Erfahrungen berichten Frederik Friesenegger und Thorsten Schimpl.

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Benjamin, Walter ([1934] 1991): Der Autor als Produzent. Ansprache am Institut zum Studium des Fascismus in Paris am 27. April 1934. In: Ders.: Gesammelte Schriften. Unter mitw. Theodor W. Adorno u. Gershom Scholem. Hg. v. Rolf Tiededmann/Hermann Schweppenhäuser. Bd. 2., 2. Teil. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 83-701.

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Jaschke, Beatrice/Sternfeld, Nora (Hg.) (2012): educational turn. Handlungsräume der Kunst- und Kulturvermittlung. (Ausstellungstheorie & Praxis Bd. 5). Wien: Turia + Kant.

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Landkammer, Nora (2012): Vermittlung als kollaborative Wissensproduktion und Modelle der Aktionsforschung. In: Settele, Bernadett/Mörsch, Carmen (Hg.): Kunstvermittlung in Transformation, Zürich: Scheidegger&Spiess. S. 199-211.

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Von Borries, Friedrich/Wegner, Friederike/Wenzel, Anna-Lena (2012): Ästhetische und politische Interventionen im urbanen Raum. In: Hartmann, Doreen/Lemke, Inga/Nitsche, Jessica (Hg.): Interventionen. Grenzüberschreitungen in Ästhetik, Politik und Ökonomie. München: Wilhelm Fink Verlag, S. 95-103.

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Die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld künstlerischer Interventionen in Bildungskontexten und als kritische Praxis im Rahmen vorliegender eJournal-Ausgabe dient uns als Vorarbeit für das vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft geförderte Sparkling-Science-Projekt „Making Art – Taking Part! Künstlerische und kulturelle Interventionen von und mit Jugendlichen zur Herstellung partizipativer Öffentlichkeiten“ das von Oktober 2014 bis September 2016 am Programmbereich Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion durchgeführt wird.

Symposium „Artistic Interventions and Education as Critical Practice. (Un)learning Processes, Community  Engagement and Solidarity” April 2014; Symposienreihe “Artistic Interventions and collaboration in anti-racist and Feminist  artistic-educational projects“ Oktober-Dezember 2013.

Dabei kann von einer zunehmenden Homologie der Positionen zwischen den drei professionellen Feldern des „Kuratierens, der auf Partizipation und Bildung ausgerichteten Kunstproduktion und der Vermittlung“ (vgl. Mörsch 2012: 76) gesprochen werden.

Laila Huber  Elke Zobl  (2014): INTERVENE! Künstlerische Interventionen II: Bildung als kritische Praxis. In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 05 , http://www.p-art-icipate.net/cms/intervene-kunstlerische-interventionen-ii-bildung-als-kritische-praxis/