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Elke Zobl

Nach Studien der Bildnerischen Erziehung (im Fach Bildhauerei), Germanistik, Gender Studies und Kunst- und Kulturwissenschaften (Salzburg, Wien und North Carolina), erhielt sie 2004 ihr Doktorat an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Von 2000-2006 forschte sie an der Universität of California San Diego, 2007-2011 war sie Inhaberin eines Herta-Firnbergs Postdoc-Stipendiums am Fachbereich Kommunikationswissenschaft (Universität Salzburg). Seit Mai 2011 ist sie Assistenzprofessorin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft und am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Programmbereich Contemporary Arts & Cultural Production).

Projekte u.a.: “Young women as creators of new cultural spaces” (FWF-Projekt, 2007-2011) und “Feminist Media Production in Europe” (FWF-Projekt, 2008-2012), “Making Art, Making Media, Making Change” (FWF-Wissenschaftskommunikationsprojekt, 2014-2015)

Forschungsschwerpunkte: Zeitgenössische Kunst- und Kulturproduktion, Cultural Studies, Gender Studies.

2010 wurde sie mit dem Wissenschaftsförderpreis der Stadt Salzburg ausgezeichnet.


Rosa Reitsamer

Soziologin, arbeitet am Institut für Musiksoziologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind an der Schnittstelle von Musik-, Kunst- und Jugendsoziologie sowie der Cultural Studies und Gender Studies angesiedelt. Zuletzt erschienen ihre Monographie „Die Do-it-yourself-Karrieren der DJs. Über die Arbeit in elektronischen Musikszenen“ (transcript 2013), die Anthologie „They Say I‘m Different… Popularmusik, Szenen und ihre AkteurInnen“ (hg. gem. m. W. Fichna, Löcker 2011) und die Artikel „,Born in the Republic of Austria‘. The Invention of Rock Heritage in Austria“ (International Journal for Heritage Studies, 2013) und „Female Pressure: A translocal feminist youth-oriented cultural network“ (Continuum. Journal of Media and Cultural Studies, Vol. 26 (3), 2012).

Intervene! Künstlerische Interventionen

Kollaborative und selbstorganisierte Praxen // Fokus: Antirassistische, feministische und queere Perspektiven

Diese Ausgabe des eJournals*3 *(3) steht unter dem Motto der „künstlerischen Intervention“.*1 *(1) Wir diskutieren das emanzipatorische Potenzial von ausgewählten künstlerischen Interventionen im Kontext von feministischen, queeren und antirassistischen Politiken und zeigen, wie diese künstlerischen Interventionen soziale und politische Prozesse in Gang setzen und neue Perspektiven für gesellschaftliches und künstlerisches Handeln eröffnen.

Künstlerische Interventionen sind vielfältig, weil KünstlerInnen, KulturproduzentInnen und KunstvermittlerInnen – gemeinsam mit ihren KollaborateurInnen – unterschiedliche Strategien und Methoden der Umsetzung wählen. Trotz dieser Heterogenität teilen sie jedoch wesentliche Gemeinsamkeiten: Sie thematisieren historisch gewachsene Machtverhältnisse und soziale Ungleichheiten, wofür eine kritische Reflexion des gesellschaftlichen Status Quo Voraussetzung ist und greifen dabei Narrative und Bilder der individuellen und gesellschaftlich geteilten Erinnerung auf, um sie neu zusammenzusetzen. Feministische, queere und antirassistische künstlerische Interventionen arbeiten folglich an einer Imagination für eine andere, weniger stereotype und unterdrückende Zukunft, indem sie einen Raum für alternative Identitäten und gesellschaftliche Gegenentwürfe entwickeln.

Die einzelnen Beiträge dieser Ausgabe gehen auf drei Symposien und zwei Workshops  im Herbst 2013 am Programmbereich Contemporary Arts & Cultural Production am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst zurück, die sich künstlerisch, wissenschaftlich und aktionistisch mit spezifischen Aspekten des breiten Themenfeldes der „künstlerischen Intervention“ beschäftigten. Die zentralen Fragen, die die Symposien und Workshops sowie die Herausgabe dieser Ausgabe des eJournals anleiteten, waren:

Was ist charakteristisch für künstlerische Interventionen? Wie können sie kritische feministische, queere und antirassistische Perspektiven eröffnen? Welche Rolle spielen kollaborative und selbstorganisierte Praktiken für diese künstlerischen Prozesse? Wie werden künstlerische Interventionen der Öffentlichkeit vermittelt?

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Bratić, Ljubomir (2001): Selbstorganisation im migrantischen Widerstand. Ein Diskussionsanstoß. SWS-Rundschau, 41. Jg., Heft 4, S. 516–536.

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Geene, Stephan (2006): Interventionismus und Aktivismus. In: Butin, Hubertus (Hg.): DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst. Köln: DuMont, S. 138-141.

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Höller, Christian (1995): Störungsdienste. In: springer. Hefte für Gegenwartskunst. Ausgabe 1/1, Wien, S. 21-26.

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Höller, Christian: Fortbestand durch Auflösung: Aussichten interventionistischer Kunst. eipcp, online unter: http://eipcp.net/transversal/0102/hoeller/de [Erstmals erschienen in: Texte zur Kunst, Nr. 20 (November 1995)]

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Institute for Art Education (IAE), Zürcher Hochschule der Künste. 2013. Zeit für Vermittlung. Online Publikation: http://www.kultur-vermittlung.ch

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Fraser, Nancy (1992): Rethinking the Public Sphere: A Contribution to the Critique of Actually Existing Democracy. In: Calhoun, Craig (Hg.): Habermas and the Public Sphere. Massachusetts Institute of Technology, S. 109–142.

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Fraser, Nancy (2001) Die halbierte Gerechtigkeit, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

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Habermas, Jürgen (1962): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Neuwied/Berlin.

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Lacy, Suzanne (1994) : Mapping the Terrain: New Genre Public Art. Seattle: Bay Press.

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Mouffe, Chantal (2008): Art and Democracy: Art as an Agnostic Intervention in Public Space. In: Open, Nr. 14, S. 6-13.

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Riegraf, Birgit / Hacker, Hanna / Kahlert, Heike / Liebig, Brigitte / Peitz, Martina / Reitsamer, Rosa (2013): Einleitung. In: Dies. (Hg.innen): Geschlechterverhältnisse und neue Öffentlichkeiten. Feministische Perspektiven. Forum Frauen- und Geschlechterforschung, Band 36. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 7–17.

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Von Bismarck, Beatrice (2002): Teamwork und Selbstorganisation. In: Butin, Hubertus (Hg.): DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst. Köln, S. 279-281.

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Von Borries et al. (2012): Glossar der Interventionen. Annäherung an einen überverwendeten, aber unterbestimmten Begriff. Berlin: Merve Verlag.

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Von Borries, Friedrich/Wegner, Friederike/Wenzel, Anna-Lena (2012): Ästhetische und politische Interventionen im urbanen Raum. In: Hartmann, Doreen/Lemke, Inga/Nitsche, Jessica (Hg.): Interventionen: Grenzüberschreitungen in Ästhetik, Politik und Ökonomie. München: Fink Verlag, S. 127-138.

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Wege, Astrid (2001): Eines Tages werden die Wünsche die Wohnung verlassen und auf die Straße gehen: Zu interventionistischer und aktivistischer Kunst. In: Schütz, Heinz (Hg.): Stadt.Kunst, Regensburg: Lindinger & Schmidt, S. 23–31.

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Zinggl, Wolfgang (Hg.) (2001): WochenKlausur. Gesellschaftspolitischer Aktivismus in der Kunst. Wien: Springer Verlag.

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Zinggl, Wolfgang (2005): Die Kunst des Handelns am Beispiel der Wiener Gruppe Wochenklausur. In: Hans-Peter Burmeister (Hg.): Autonomie und Intervention: Kunst im sozialen Kontext. 49. Loccumer Kulturpolitisches Kolloquium, Rehburg-Loccum, S. 201-226.

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Lievrouw, Leah (2011): Alternative and Activist New Media. Cambridge: Polity Press.

Die Veranstaltungsreihe und das eJournal wurden vom Programmbereich Contemporary Arts & Cultural Production unter Leitung von Elke Zobl initiiert und in Kooperation mit Rosa Reitsamer durchgeführt. Die inhaltliche Koordination des eJournals wurde gleichwertig von Rosa Reitsamer und Elke Zobl übernommen.

Eine Abkürzung aus dem Englischen für Lesbian, Gay, Bisexual, Trans- und Intersex, also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- (für Transgender bzw. Transsexualität) und Intersex.

Leider sind in den PDF-Versionen einige Sonderzeichen nicht richtig umgewandelt. Wir entschuldigen uns dafür!

Elke Zobl  Rosa Reitsamer  (2014): Intervene! Künstlerische Interventionen.

Kollaborative und selbstorganisierte Praxen // Fokus: Antirassistische, feministische und queere Perspektiven

In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 04 , http://www.p-art-icipate.net/cms/intervene-kunstlerische-interventionen/