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Romana Hagyo

Romana Hagyo arbeitet in den Bereichen Bildende Kunst und Kunstwissenschaften zu Stadtforschung, Raumtheorien und Gender Studies. Sie ist Doktorandin am Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Paris Lodron Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg) und Lehrbeauftragte an der Kunstuniversität Linz. Ihre Dissertation Über das Wohnen im Bilde sein fokussiert Konzeptionen des Öffentlichen und Privaten in ausgewählten künstlerischen Darstellungen des Wohnens. Sie ist Preisträgerin der Anni und Heinrich Sussmann-Stiftung und des Trend-Profil Verlags und war Stipendiatin der Gedok Lübeck, des Künstlerhauses Schloss Plüschow und des Landes Vorarlberg.

Walking through … Thessaloniki/Vienna

Das fortlaufende Projekt Walking through … XXX initiiert Arbeitsaufenthalte in unterschiedlichen Städten, in deren Rahmen KünstlerInnen der jeweiligen Stadt und KünstlerInnen aus Österreich zusammentreffen. Die Beteiligten nutzen Praxen des Gehens, um sich mit der Stadt und ihrer eigenen Position als BewohnerIn oder BesucherIn auseinander zu setzen und um nach Möglichkeiten und Grenzen der wechselseitigen Verständigung zu fragen. Die Arbeit bewegt sich auf mehreren Ebenen: Dem Gehen wohnt das Potential inne, sich zur Umgebung in Beziehung zu setzen, Austausch und Zusammenarbeit implizieren, sich zum Anderen in Beziehung zu setzen. Die entstandenen künstlerischen Projekte werden in zwei Ausstellungen (in der jeweiligen Stadt und in Österreich) präsentiert und zur Diskussion gestellt. Bisher haben Aufenthalte in Bratislava, Belgrad und Thessaloniki stattgefunden, die Ausstellung Walking through … Thessaloniki/Vienna wurde im Mai/Juni 2017 im Museum für Byzantinische Kultur in Thessaloniki und im Künstlerhaus in Wien gezeigt.

Ausstellungsansichten, Fotos: Michael Michlmayr

Das Zu-Fuß-Gehen, alleine oder mit Anderen, verändert das Sehen und konfrontiert mit dem eigenen Körper und seinen Wahrnehmungsebenen wie dem Hören oder Riechen. Ebenso sind die KünstlerInnen konfrontiert mit Müdigkeit, Hitze und einem Stadtplan in griechischer Schrift, der auf Grund seiner Größe auch noch widerspenstig ist. Aus der Perspektive einer teilnehmenden Künstlerin und Mitgründerin des Projektes stellen sich im Rahmen der Arbeit folgende Fragen: Wie lässt sich das im Gehen Erfahrene im Gespräch (in der Gruppe) und später in einer Ausstellung vermitteln? In welcher Form finden Austausch und Begegnung statt, im gemeinsamen Gehen, im gemeinsamen Arbeiten an den Kunstwerken, im Gespräch? Wie prägen unsere unterschiedlichen Herkünfte und Lebenssituationen die Zusammenarbeit? Wie verändert sich meine eigene Perspektive auf die Stadt, wenn ich versuche, sie im Gehen zu erkunden und mit Menschen, die dort leben und künstlerisch arbeiten, in Austausch zu treten? Was bringe ich mit, was kann ich entdecken, was bleibt mir verschlossen? Wo liegen die Grenzen der Verständigung?

Walking through … Thessaloniki/Vienna (2015–2017)
Kuratorin: Sophia Panteliadou
Beteiligte KünstlerInnen: Irini Athanassakis, Afroditi Boutou, Carla Degenhardt, Romana Hagyo, Maria Hubinger, Vicky Kalafati, Anni Kaltsidou, Leonie Lehner, Silke Maier-Gamauf, Alexandra Marati, Michael Michlmayr, Kyriaki Phili, Edith Plattner

Romana Hagyo  (2017): Walking through … Thessaloniki/Vienna. In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 08 , http://www.p-art-icipate.net/cms/walking-through-thessalonikivienna/