Friends Quartett

Ein Projekt im Rahmen von „900 Million Friends? Social Media im Kunst- & Kultursektor“ (Florian Bettel gemeinsam mit ohnetitel – Netzwerk für Theater- und Kunstprojekte)

4.2. Die Umsetzung

Das Friends-Quartett ist ein Spiel aus einem Satz von 32 Karten sowie 16 Zusatzkarten. Die Spielkarten basieren auf existierenden Facebook-Profilen, deren Inhaber ihre Informationen für das Projekt zur Verfügung gestellt haben. Mitspielen kann jeder, der einen Facebook-Account hat und sich mit den Spielbedingungen einverstanden erklärt. Als Ort, an dem das Friends-Quartett zum ersten Mal gespielt werden sollte, wurde der Möbelriese IKEA gewählt. Warum IKEA? Das schwedische Möbelhaus ist das erfolgreichste der Welt, so wie Facebook das mächtigste soziale Netzwerk der Welt ist. Gemeinsam ist diesen Unternehmen aber nicht nur ihre Größe, sie bemühen sich beide um das Du. Während der Nutzer auf Facebook stets mit Du angesprochen wird, versucht auch IKEA, zu seinen Kunden ein freundschaftliches Verhältnis und kein geschäftliches zu artikulieren. Die Homepage und der Katalog des Möbelhauses sind ein Beispiel dafür, der Konzern setzt hier auf das Du, um sich auf Augenhöhe mit den Konsumenten zu stellen. „Du kannst uns anrufen, schreiben, ein Fax schicken oder mit uns chatten!“ oder „Du kannst alles selber machen. Musst du aber nicht“, heißt es dort (vgl. Amann 2012: 69star (* 1)). *7 *( 7) Für die persönliche Beziehung werben auch die Slogans: „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ „IKEA. Weil es dein Zuhause ist.“

Der IKEA Schauraum mit seiner wohnlichen Atmosphäre und die scheinbare Toleranz der Mitarbeiter – dürfen die Kunden in Peking doch sogar Probeschlafen (Wolf 2008: o.Sstar (* 23)) – erschien als perfekter Ort für ein Spiel. Die Wahl fiel auf eine gemütlich eingerichtete Wohnecke mit Küche, das perfekte Ambiente, um sich wie zu Hause, beim Spiel mit Freunden, zu fühlen.

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Amann, Susanne, Markus Brauck und Janko Tietz  (2012): IKEA. Die Welt Raumausstatter, in: Der Spiegel, H. 50, 2012, S. 68–79.

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Caillois, Roger (1982): Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch, Frankfurt am Main u.a..

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Hickmann, Cleveland P. u.a. (2008) (Hg.): Zoologie, 13. Akt. Aufl. aus am. Von Wolf-Michael Weber, München.

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Goffman, Erving (1976): Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag, 3. Aufl., München.

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Leistert, Oliver und Theo Röhle (2011) (Hg.): Generation Facebook. Über das Leben im Social Net, Bielefeld.

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Sack, Adriano: Wie viele Freunde braucht ein Mensch? In: Manieren 2.0. Stil im digitalen Zeitalter. Online unter: http://www.welt.de/kultur/article1241936/Wie-viele-Freunde-braucht-ein-Mensch.html (06.02.2013).

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Hare, Breeanna (2009): Defriending can bruise your ‚digital ego‘,CNN vom 30.10.2009. Online unter: http://edition.cnn.com/2009/TECH/science/10/30/online.rejection.defriending/index.html (05.02.2013).

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Facebook Roadtrip (2010), Baron, Josh, , Video, 14:14 Min. Online unter: http://vimeo.com/5116508 (10.01.2013).

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Gekaufte Freunde: Facebook-Likes und Twitter-Follower gegen Bares (2012), Hessler, Anne-Sophie [Reporterin], Spiegel TV Magazin 26.08.2012, , Video, 7:15 Min. Online unter: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/gekaufte-anhaenger-10-000-facebook-likes-fuer-ein-paar-euro-a-852631.html (20.01.2013).

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Facebook-Freunde löschen (2012) , taff,(07.09.2012), prosieben, Video, 6:00 Min. Online unter: http://www.prosieben.at/tv/taff/video/clip/1959902-facebook-freunde-loeschen-1.3385516/ (25.02.2013).

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Aus Gründen der Lesbarkeit ist in Aufzählungen von weiblichen und männlichen Personen bei Nennung einer männlichen Funktionsbezeichnung, sofern nicht anders gekennzeichnet, ebenso immer die weibliche Form gemeint.

Zum Video siehe: Facebook Roadtrip (2010)

Cleveland 2008, S. 644–645.

grahamGrafx o.J. b, o.S.

Punkt 4 der Facebook-Nutzungsbedingungen, siehe: Facebook 2012.

Zur Selbstinszenierung siehe u.a: Fritzsche 2010:o.S.

http://www.ikea.com/at/de/ (20.02.2013).

Näheres dazu unter Punkt 4.2.2. dieser Arbeit.

Birgit Ortner ( 2013): Friends Quartett. Ein Projekt im Rahmen von „900 Million Friends? Social Media im Kunst- & Kultursektor“ (Florian Bettel gemeinsam mit ohnetitel – Netzwerk für Theater- und Kunstprojekte) . In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 02 , https://www.p-art-icipate.net/friends-quartett/