Stipendiat*innen

Sahereh Astaneh

„Die P-ART Akademie war für mich ein Starting – und hat neue interessante Perspektiven eröffnet. Die Atmosphäre war motivierend, energetisch und inspirativ, speziell auch das Austauschen von Informationen und Ideen untereinander. Ich hoffe, dass wir als Gruppe auch zukünftig in Austausch bleiben und uns über die Entwicklung der Projekte auf dem Laufenden halten.“

 

Ein Koffer vollgepackt mit Musikobjekten, Gedichten, fotografischen Impressionen, Gerüchen und Alltagsgegenständen – so lässt sich Musik aus der Vielfalt globaler Regionen interkulturell vermitteln: Das Eintauchen in Welten abseits unserer alltäglichen Gewohnheiten und Erfahrungen lässt sich über Musik vor allem jedoch dann erleben, wenn wir zu einer visuellen und sinnlichen Reise eingeladen sind. Ausgestattet mit ihrer musikpädagogischen und musikwissenschaftlichen Expertise hat Sahereh ein mehrstufiges Vermittlungskonzept entwickelt, das lustvoll und praxisnah Schüler*innen, Musikbegeisterten und Musikstudierenden zeitgenössische regionale Musik aus dem Iran erfahrbar und zugänglich macht.

 

Sahereh studierte Komposition an der Universität Sooreh/Teheran und absolvierte einen Master in Musik- und Tanzwissenschaft an der Universität Salzburg sowie in Musikvermittlung an der Anton Bruckner Privatuniversität. Ihr Forschungsschwerpunkt in der Vermittlung von zeitgenössischer Musik liegt im interkulturellen Lernen sowie in Grenzüberschreitungen zwischen den Kulturen. Ihr spezielles Interesse gilt innovativen Ansätzen der Musikvermittlung, die musikpädagogische Erkenntnisse unmittelbar und praxisnah vermitteln.

Margarete Beling

„Sowohl die Vermittlung von Kontakten als auch das Weiterbildungsangebot haben meine Erwartungen übertroffen. Die Organisation war straff, aber gut und jede und jeder hatte Raum für seine Ideen und Einwände. In mir brennt jetzt so richtig die Lust auf neue und partizipative Projekte.“

 

Mit vielen Ideen im Kopf – ob für ihre eigene künstlerische Arbeit oder für ihr vielfältiges kulturelles regionales Engagement – fiel es Margit anfänglich schwer, sich für ein Konzept zu entscheiden. Doch dann kam die zündende Idee: 98 Einwohner und Einwohnerinnen zählt der Neumarkter Ortsteil Sighartstein in der Nähe des Wallersees – da muss es doch möglich sein, einen Kunstevent zu kreieren, an dem tatsächlich ALLE teilnehmen und der von allen für alle veranstaltet wird. Doch wie die einzelnen Personen dazu bekommen, sich zu engagieren und mitzumachen? Indem jede und jeder mit der Weitergabe eines Puzzlesteines zur Partizipation einlädt! Ein kultureller Nachbarschaftstreff mit zahlreichen künstlerischen Stationen soll in der kleinen Gemeinde das Miteinander erlebbar machen und die Freude an der Gemeinschaft vermitteln.

 

Margit ist in Salzburg geboren und war nach der Matura fünfzehn Jahre lang bei der Finanzlandesdirektion Salzburg beschäftigt. Seit 1990 ist sie als freischaffende Bildhauerin, vorwiegend in Italien, tätig. 2013 erfolgte der Abschluss des Studiums der Kunstgeschichte mit dem Bachelor. Seit 2014 führt sie den Vorsitz in zwei regionalen Salzburger Kulturvereinen.

 

 

 

Patrizia Bieber

„Ich fand die zwei Wochen in ihrer Mischung unglaublich gut aufgebaut und gelungen! Die programmatische Dichte hat zwar teilweise wenig Zeit zur Reflexion übrig gelassen, aber durch die tolle Arbeitsatmosphäre, ausführliche Handouts und vorbereitete Materialien konnten wir trotzdem alles bestmöglich mitnehmen. Ich habe auf allen Ebenen neue Erfahrungen gewonnen: technisches Know-how zur Durchführung eigener Projekte; künstlerisch-vermittelnde Ideenformate und persönliche Weiterentwicklung durch die Workshops. Wir lernten in der P-ART Akademie aber auch ganz viel von uns selbst und im Austausch untereinander. Unglaublich bereichernd und impulsgebend!“

 

Mit einer konkreten Projektidee ist Patrizia zur P-ART Akademie gekommen, die sie im Laufe der zwei Woche kontinuierlich verfeinert und ausgearbeitet hat: Ihre Begeisterung für Barockmusik und ihre Leidenschaft für Musikvermittlung sollen sich in einem partizipativ-experimentellen Aufführungsformat vereinen. Konkret arbeitet sie an einer transdisziplinären Interpretation von Molières Ballettkomödie ‚Der Bürger als Edelmann‘, bei der sie nicht nur Tanz, Musik, und Schauspiel, sondern ebenso Zeitgenössisches mit Historischem, Expertimentelles mit Traditionellem und professionelles Kunstschaffen mit der Lust am Mitmachen zu verbinden sucht. Aufführung und Realisierung sind für 2020 geplant!

 

Patrizia ist in vielfältiger Weise im kulturvermittelnden Bereich tätig. Während ihres Violinstudiums in Trossingen (D) unterrichtete sie an der Musikschule Zollernalb und schloss anschließend ihr Studium Barockvioline an der Universität Mozarteum Salzburg ab. Nun ist sie am Mozarteum im Masterstudiengang Instrumentalpädagogik immatrikuliert, absolviert zudem den Studienschwerpunkt ‚Künste und Öffentlichkeiten‘ und widmet sich dem Kulturmanagement, indem sie eigene Projekte initiiert oder bei Institutionen wie dem Landesmusikrat BW mitarbeitet. Seit Dezember 2018 ist sie außerdem Lehrkraft an der Musikschule Böblingen.

Sophie Hichert

„Unterstützend, produktiv, herzlich! In den zwei Wochen konnte ich viele neue Impulse, Kontakte, kreative Ideen für die partizipative Projektarbeit und auch Material zum Weiterarbeiten mitnehmen – und auch einen eigenen Projektplan entwickeln. Das Jahresthema war Motivation, mich zu bewerben und mein Projekt wird sich mit der Frage des mit_ein_ander(s) beschäftigen.“

 

In Begleitung des kleinen Kolja und mit viel persönlichem Organisationsgeschick hat Sophie sich intensiv mit dem Jahresthema sowie der gesellschaftlichen Bedeutung eines Mit_ein_ander(s) auseinandergesetzt und das Jahresthema auf seine theatrale und performative Umsetzbarkeit reflektiert. In ihrer Projektentwicklung hat sie aus ihren Überlegungen ein partizipatives Theaterformat entwickelt, das in Zusammenarbeit mit regionalen Vereinen, Institutionen und Schulen in den städtischen Randbezirken Salzburgs realisiert werden soll.

 

Sophie ist freischaffende Schauspielerin und lebt in Salzburg. Sie absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Akademie für darstellende Künste in Ulm (2002-2006) und studierte anschließend an der Züricher Hochschule der Künste (Abschluss Master of Arts in Art Education 2010). Ihre Engagements im Theater führten sie u. a. an das Theater Ulm, das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau, das Theater Kanton Zürich, sowie an das Schauspielhaus und die ARGEkultur in Salzburg.

Daniela Motz

„Intensiv und inspirierend! Für mich waren die zwei Wochen sehr lehrreich und ich habe sehr viel Inputs zu verschiedenen Themen bekommen. Vor allem in Erinnerung geblieben sind mir studioachtviertel, akzente, Radiofabrik, Graffiti-Workshop, Collagen-Workshop mit Kim Habersatter und der Ideenspaziergang mit Brigitte Kovacs.“

 

Lange (Arbeits-)Tage waren es für Daniela: Als Praktikantin für Social Media und fotografische Dokumentation war sie von morgens bis abends für die P-ART Akademie aktiv – und hat parallel an fast allen öffentlichen Veranstaltungen und dem gesamten Weiterbildungsprogramm teilgenommen. Aus ihren Erfahrungen in der Salzburger Kulturarbeit hat sie sich vielfach in die Projektideen der anderen Stipendiat*innen und als Kooperationspartnerin in der Öffentlichkeitsarbeit eingebracht – aber auch zahlreiche hilfreiche Tipps und Kontakte vermittelt.

 

Aktuell kombiniert Daniela das Masterstudium der Erziehungswissenschaften mit der Studienergänzung Kulturmanagement und kulturelle Produktion. Berufliche Erfahrungen in der Kulturarbeit konnte sie schon anhand von Praktika in der offenen Kulturarbeit im Mark Salzburg und in der Kulturvermittlung im museums-pädagogischen Bereich im DomQuartier Salzburg sammeln. Weiters ist sie als Kunstvermittlerin für Führungen von Erwachsenen und Jugendlichen im Lentos Kunstmuseum Linz tätig.

 

Katrin Petter

„Die Akademie war sehr, sehr umfangreich und intensiv, aber vor allem inspirierend. Es war für mich eine große Bereicherung, daran teilgenommen zu haben, sowohl für die persönliche Weiterentwicklung als auch für die vielen, neuen Kontakte, die ich dadurch gewonnen habe. Das Programm war für mich Anstoß und ermutigend, an meinem Wohnort einen Ort der Begegnung zu schaffen und vorhandene Projektideen zu konkretisieren, festzuhalten und zu verfolgen. Großartig!“

 

Mit der Idee eines ‚Kulturhofs‘ an ihrem Lebens- und Wohnort will Katrin einen lokalen Kulturraum schaffen, der Nachbar*innen, Passant*innen und die Halleiner Bürger*innen zum unkomplizierten und gemütlichen Austausch einlädt: bei ihr zu Hause, einem Bauernhof, soll neben dem Außenbereich eine leer stehende Garage als multikulturelle Begegnungsstätte re-aktiviert werden, die Platz für Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und vieles mehr bietet. Den Startschuss dafür setzte sie gleich im Anschluss an die Akademieteilnahme, indem sie einen interkulturellen Adventkalender an den Fenstern des Stalls gestaltete. Weitere Veranstaltungen für 2019 sind bereits in Planung!

 

Nach dem Abschluss der Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau in Berlin zog es Katrin 2007 nach Salzburg. Es folgte das Studium der Kommunikationswissenschaft mit einer Vertiefung in Kulturmanagement. Seit 2010 ist sie vielseitig in der Organisation und Öffentlichkeitsarbeit im Kontext von Kunst und Kultur tätig, u.a. beim Salzburger Kunstverein, SUDHAUS, bei der SUPER Initiative, ohnetitel, Waldklang im Waldbad Anif und den Salzburger Festspielen – und ab 2019 auch mit ihrem ersten eigenen Kulturprojekt am Bauernhof in Hallein.

 

Katharina Pichler

„Intensiv – anstrengend – bereichernd! In der P-ART Akademie konnte ich viele neue Eindrücke gewinnen, die mich motivieren, selbstständig an Projektideen zu spinnen und diese nicht nur oberflächlich am Leben zu erhalten. Vor allem die Dimension, was genau eigentlich dezentrale und partizipative Kulturarbeit bedeuten kann, war ich mir vorher nicht bewusst – obwohl ich selbst in einer Kultureinrichtung arbeite. Spannend fand ich, mit welch kreativen Möglichkeiten Menschen in Prozesse eingebunden werden können, und dass wissenschaftlich zu arbeiten nicht unbedingt trocken sein muss.“

 

Kaadi (Katharina) hat von Beginn an sehr fokussiert an ihrem Projektkonzept gearbeitet, das sie bereits im Rahmen des Interviews des Workshops ‚Kultur-meets Medienarbeit‘ vorstellen konnte: „Ich plane an verschiedenen Busstationen von fünf Gemeinden die Geschichte des Dorfes hörbar zu machen – sei es die Story über die coole Bäckerei oder den freakigen Friseursalon. Ich möchte mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortes gemeinsam ein Hörspiel aufnehmen und sie in den Prozess einbeziehen: Was ist das Spannende an unserem Ort? Über Kulturinitiativen oder kulturaffine Menschen werde ich Kontakte zu Bezugspersonen vor Ort aufbauen, um die Dorfbewohner*innen über das Projekt zu informieren und über eine Ausschreibung Themen zu sammeln. Die Leute sollen dann beim Warten an der Busstation die Möglichkeit haben, über einen QR-Code die Geschichte anzuhören – und durchs Hören eigene Bilder entwickeln, die Fantasie anregen lassen und auch zur Ruhe kommen, weil alles immer so hektisch ist. Im Idealfall beginnen sie sich für die Orte zu interessieren und bekommen auch wieder Lust am Hören selbst und am Medium Radio. Man ist heute so übersättigt von Videos und Bildern.“

 

Kaadi/Katharina ist seit acht Jahren im Kulturbereich in Salzburg tätig, zumeist mit zusätzlichen Jobs nebenher oder mehreren parallel, um – wie sie es formuliert – „nicht nur in der eigenen Blase herum zu dümpeln“.

Christina Pürgy

„Als ich mich beworben habe, wollte ich mir Impulse für Stadtteil:KULTUR holen. Zum Akademiestart wurde klar, dass ich auf eine umfassende berufliche Veränderung zusteuere. Ich fand es großartig, zwei Wochen Zeit zu haben, um eine neue eigene Identität als ‚Natur*Kulturarbeiterin‘ zu entwickeln, ein erstes Projekt anzudenken und mit anderen Kulturarbeiterinnen verschiedenster Disziplinen zusammenzuarbeiten. Dafür bin ich sehr dankbar.“

 

Mit ihrer Leidenschaft für Schnittstellen von Stadtnatur, Kulturperipherie und Wildnisräumen zirkulierten zahlreiche kreative Ideen in Christinas Kopf – bis sich in der zweiten Akademiewoche immer mehr die Konturen für ihre Visionsarbeit konkretisierten. Überzeugt von der Lebensnähe und Transkulturalität von Volkserzählungen sowie sogenannten Trickstergestalten (Joker, Kasperl, Loki, Maui u.v.m.) will sie unter dem Namen „GAIAs Animated Earth Ensemble“ Natur- und Lebensräume und ihren immateriellen Wert sichtbar machen. Ein partizipativ-experimentelles Wander-/Theater-/Kunst-Ensemble, das die Verbundenheit von Mensch, Raum und Identitäten erlebbar macht und diese auch als persönlich veränderbar inszeniert, soll in freier Natur mit Künstler*innen und Publikum aller Altersstufen künstlerisch-szenisch einen veränderungspositiver Gestaltungsprozess ermöglichen.

 

Christina studierte Kommunikationswissenschaft in Salzburg und bildete sich als systemische Prozessgestalterin bei Plano Alto (CH) und am Schumacher College (UK) weiter. 12 Jahre lang war sie als (Sozio-)Kulturpädagogin im ABZ – Haus der Möglichkeiten für die ‚Stadtteil:Kulturarbeit Itzling‘ tätig. Dort hat sie Diversitäts- und Nachbarschaftsprojekte entwickelt und u.a. den ersten interkulturellen Stadtteil:GARTEN Salzburgs, Begegnungsarbeit für Menschen mit Migrationsbiographien sowie Theaterpädagogik im öffentlichen Raum und Community Radio an der Salzburger Stadtperipherie umgesetzt. Als ‚Creative Change Workerin‘ ist sie in den Bereichen Urban Gardening, Umweltbildung & Tiefenökologie engagiert, ihre ‚Initiative NatUReflex – Naturverbindung & Kulturarbeit‘ befindet sich aktuell im Aufbau.

Simone Seymer

„Intensiver Input, viel Zeit zum Nachdenken und vor allem viele Nachwirkungen nach diesen kompakten Einblicken. Eine wunderbare Pause inmitten des Arbeitsalltags, um über ein zentrales gesellschaftliches Thema intensiv nachzudenken. Die wunderbare Gruppe an TeilnehmerInnen und DozentInnen hat immer für einen geschützten Rahmen gesorgt und intensives, vertrautes Arbeiten ermöglicht. Ich bin sicher, dass aus dem ersten Kurs die Umsetzung verschiedener spannender Projekte resultieren wird und vor allem das Thema Partizipation und Dezentralität in der Kulturarbeit tiefer in unser aller Gehirnen verankert wurde und in unserer Arbeit eine immer wichtigere Rolle spielen wird.“

 

Als Geschäftsführerin des SUDHAUS hat Simone sehr ambitioniert an einem Projektkonzept gearbeitet, das die Initiierung und Umsetzung eines partizipativen Gestaltungsprozess für den Halleiner Kulturverein zum Ziel hat: Als leidenschaftliche Netzwerkerin hat sie die programmatische und strukturelle Neuorientierung als ein Drei-Jahres-Stufenmodell konzipiert, das zivilgesellschaftlichen, künstlerischen und demokratiepolitischen Interessen, Zukunftsperspektiven und Visionen Raum vor Ort gibt – und das ein vibrierendes, spannendes und Teilhabe-orientiertes Forum des Austauschens, Erprobens und gemeinsamen Gestaltens in Hallein entstehen lassen wird.

 

Simone lebt seit 2012 mit ihrer Familie in Salzburg Lehen und studierte u.a. Tanz- und Theaterwissenschaft an der Universität Bern und der Universität Wien sowie Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Im vergangenen Jahr ergänzte sie dieses Studium mit dem Lehrgang ‚Kuratieren in den szenischen Künsten‘ der Universität Salzburg. Seit 2009 ist sie in der Österreichischen Kulturlandschaft tätig, u.a. für das Festspielhaus St. Pölten (Kulturvermittlung), das Landestheater Niederösterreich und das Odeïon Salzburg (Veranstaltungsmanagement). Heute leitet sie als Geschäftsführerin den Halleiner Kulturverein SUDHAUS.

Maria Sinnhofer aka Touched

„In lebendiger Atmosphäre konnte ich viel Neues kennen lernen und Input bekommen. Sowohl das Jahresthema als auch die partizipative künstlerische Praxis haben genau ins Schwarze getroffen. Die Stimmung war gut und motivierend, mit fast nur weißen CIS-Frauen als Stipendienkolleginnen ist für mich der Diversitätsanspruch jedoch zu kurz gekommen. Für die Ausarbeitung meines eigenen Projekts hätte ich gerne mehr Zeit gehabt.“

 

Wie kann mit und über Kunst ein transformativer Raum des Vertrauens, der Offenheit, des Respekts und der Toleranz geschaffen werden? Für Erfahrungen des als Anders-Wahrnehmens und als Anders-Wahrgenommen-Werdens ein perfomatives Setting zu kreieren, bildete die Basis von Marios Projektidee. Im Laufe der zwei Wochen hat sich daraus eine künstlerische Programmskizze für ein modulartiges partizipatives Vermittlungsformat entwickelt, das sich primär an Menschen mit genderqueeren (insbesondere nicht-binären) Identitäten richtet, in einem gelebten Diversitätsanspruch dabei Menschen jeglicher Identität adressiert.

 

Mario Sinnhofer aka Touched ist Unternehmensgründer, Künstler*in und Schwellenwesen und beschäftigt sich in seinen/ihren Eins-zu-eins-Performances vor allem mit identitätsstiftenden Konstrukten und deren gesellschaftlich bedingten visuellen Zuschreibungen, sowie mit der Frage, wie Intimität zustande kommt. Derzeit besonders interessiert an den vergleichbaren Bewusstseinszuständen in partizipativer Performance, Tantrischer Berührung und intersubjektiven Wir-Räumen.