Kulturelle Teilhabe in Salzburg

Teilhaben und teilnehmen zu können an der Kultur eines Landes, einer Region, einer Stadt, diese mitzuprägen und zu gestalten, ist nicht nur eine wesentliche Voraussetzung für das gesellschaftliche Zusammenleben, sondern auch zentral für die Identitätsbildung und das Selbstwertgefühl von Menschen.

Was bedeutet das aber genau, teilzuhaben an Kultur und Gesellschaft, wie lässt sich das verwirklichen? Und wie sieht künstlerische, kulturelle und zivilgesellschaftliche Teilhabe in Stadt und Land Salzburg aus? Welche Möglichkeiten gibt es, durch kulturelle Teilhabe neue und andere Denk- und Erfahrungsräume zu erschließen?

Forderungen nach Teilhabe setzen unter anderem die Verwendung einer nicht-diskriminierenden Sprache, den Abbau von Barrieren und die Öffnung von Institutionen für vielfältige Teilnehmer_innen voraus. Wie lassen sich solche Forderungen umsetzen und welche Ansätze einer solchen transformativen, emanzipatorischen und solidarischen Arbeit im Kunst- und Kulturbereich gibt es bereits?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das dreijährige Projekt „Kulturelle Teilhabe in Salzburg“ (gefördert vom Land Salzburg). In einer transdisziplinären Arbeitsgruppe erforschen wir Grundlagen, Möglichkeiten, Herausforderungen und Strategien kultureller Teilhabe allgemein und in Stadt und Land Salzburg im Besonderen. Dabei interessiert uns, welche Ausschlüsse im Kulturbereich stattfinden, wir eruieren, wo Handlungsbedarf besteht, und geben Impulse für Veränderungen.
Wichtig ist uns dabei ein kritischer Zugang zu Kunst und Kultur, der Aspekte der Kunst, der Kulturarbeit und der Wissenschaft verbindet, also Theorie und Praxis zusammendenkt. Die Grundlagenforschung hilft, wichtige Themenfelder herauszuarbeiten, die für kulturelle Teilhabe am Standort Salzburg besonders bedeutend sind. Auf dieser Basis entwickeln wir zwei Formate für die Praxis: Jedes Jahr findet die P-ART Akademie für dezentrale und transdisziplinäre Kulturprojekte statt, und wir arbeiten an Vermittlungsaterialien für eine Toolbox.

Vieles findet Eingang in das Projekt: In Lehrveranstaltungen erarbeiten wir gemeinsam mit den Studierenden Teilaspekte; das Fachwissen externer Expert_innen unterstützt uns mit neuen Ideen und ermöglicht eine Reflexion der Zwischenergebnisse des Projektes; in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner_innen setzen wir uns in öffentlichen Veranstaltungen sowie während der jährlich stattfindenden P-ART Akademie intensiv mit den aufgeworfenen Fragen kultureller Teilhabe auseinander.

Diese Website stellt eine Plattform dar, auf der wir regelmäßig unsere vielfältigen Zwischenergebnisse zur Verfügung stellen, darunter Podcasts, die in unseren Lehrveranstaltungen entstehen, Hinweise auf Literatur und Websites, auf die unsere Forschung aufbaut, und Empfehlungen für im Kunst- und Kulturbereich Tätige, die kulturelle Teilhabe verstärken wollen.

Mit dem Projekt und besonders mit der Website wollen wir Künstler_innen, Kulturarbeiter_innen, Kunstvermittler_innen, etablierte Kunst- und Kultureinrichtungen ebenso wie künstlerisch-kulturell tätige Selbstorganisationen sowie kulturpolitische Akteur_innen ansprechen. Entsprechend freuen wir uns über Feedback, Kritik und Hinweise für Verbesserungen.

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