„Unsere Welt braucht Veränderung …

… und neue Ideen. Wir beginnen im Kleinen.“

Das Theater bodi end sole in Hallein

Das seit 1993 bestehende Off-Theater bodi end sole in Hallein versteht sich als Initiative an den Schnittstellen von Kunst, Gesellschaft und Wissenschaft, die mit poetischen Mitteln einen zeitgemäßen Beitrag zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen leisten möchte. Unter dem Motto „Unsere Welt braucht Veränderung und neue Ideen. Wir beginnen im Kleinen.“ werden unterschiedliche Projekte umgesetzt: Stücke zeitgenössischer, oft wenig bekannter Autor*innen, Erinnerungstheater, Eigenproduktionen, Theater und Workshops für Jugendliche sowie Arbeiten zu Themen aus der lokalen Geschichte und Gegenwart. Aufführungsorte sind neben dem [theater|objekt] Schauplätze wie Industriehallen oder Bergwerke, die mit den Inhalten der Stücke korrespondieren und zu einem zentralen Teil der Inszenierung werden.

Was sind wichtige Stationen in der fast 30-jährigen Geschichte von bodi end sole? Wie gelingt es, sich als gesellschaftspolitisch interessiertes Theater zu positionieren? Welche Rahmenbedingungen braucht es, wo liegen Herausforderungen? Wie sehen Team, Laufbahnen und Entscheidungsstrukturen im Haus aus? Ein Gespräch mit Christa Hassfurther, Doris Schumacher und Bashir Khordahji vom Leitungsteam des Theaters.

Konzeption, Moderation: Anita Moser

 

Christa Hassfurther

Studierte  Germanistik und Geschichte, an der Universität Wien. Nachdem meine Eltern nicht erlaubt hatten, einen Theaterberuf zu ergreifen, war ich zumindest Gasthörerin an der Theaterwissenschaft und besuchte 1974/75 Kurse am „Dramatischen Zentrum“ in Wien. Ab 1979 unterrichtete ich an einer Salzburger AHS und übernahm einen Lehrauftrag an der Univ. Salzburg. Von 1980 bis 1989 war ich freie Mitarbeiterin am TOI-Haus Theater Salzburg. 1993 gründete ich theater bodi end sole in Hallein.
Ich bin Mitglied im LKB, bin Bundeslandsprecherin der IG-Freie Theaterarbeit und Vorstandsmitglied im DV der Salzburger Kulturstätten.

 

Bashir Khordaji

*1980 in Syrien.Von 1998 – 2015 Ausbildung zum Schauspieler und Regisseur in Aleppo. Kurse an der Universität Damaskus und in der Künstler-Organisation „Shabibe“.
Ab 1993 Schauspieler in Theater-, Film- und Fernsehproduktionen.
Ab 2012 ausschließlich als Regisseur in Eigenproduktionen.
Nach seiner Ankunft in Österreich 2015 entwickelte er mit einer Gruppe von Geflüchteten ein nonverbales Stück („Auf der Suche nach dem Frieden“), das in mehreren Bundesländern über zwanzigmal aufgeführt wurde.
Mitwirkung an mehreren Produktionen der Salzburger freien Theaterszene u. a. 2019, 2020 „The Show Must Go On“ von Jérôme Bel, Stipendiat des Landes Salzburg