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Renate Hausenblas

Ein ganz gewöhnliches Leben: Geboren in Oberbayern, aufgewachsen im idyllischen Süden von München. Zu Studium der erste Einschnitt: Umzug ins „überschöne“ Salzburg, Rückkehr nach München und erneuter Wechsel nach Salzburg und seither in Salzburg ansässig. Die Mutter: Opfer des Nationalsozialismus; der Vater mit 15 an der Front und mit 17 Kriegsgefangener in Russland; Beide – Flüchtlinge nach 1945, später Wirtschaftsmigranten (studierte Jobs en masse gab es in München und nicht in Wien). Die Kunst: Ein Versuch Bühnen- und Kostümbild zu studieren, der aber nach 1 ½ Semestern zu Gunsten von Mathematik beendet wurde; ab 2008 regelmäßige Besuche der Sommerakademie Salzburg, ab 2013 „Wissenschaft & Kunst“; ab 2012 startete im Kunstraum Pro Arte Hallein eine rege Ausstellungstätigkeit, sowie Workshops, Projekte.


Sabine Reisenbüchler

Sabine Reisenbüchler wurde in 1977 in Salzburg geboren. Sie ergriff 1993 eine Lehre als Einzelhandelskauffrau in der Parfümerie und arbeitete bis 2010 in den unterschiedlichsten Bereichen der Dienstleistung. Am zweiten Bildungsweg studierte sie an der Pädagogischen Hochschule Lehramt für Neue Mittelschule für die Fächer Deutsch und Bildnerische Erziehung und an der Universität Salzburg Pädagogik mit Schwerpunkt Gender Studies. Sie arbeitet nun als Lehrerin an der Neuen Mittelschule und ist als Künstlerin und Yoga-Lehrerin in Salzburg tätig. Sie interessiert sich für Heilkunst und Schamanismus.

Kartenspielen – Auch eine Methode der emanzipatorischen Kunstvermittlung?!

1. Einleitung

Im Rahmen der Übung “‘In Normalitäten intervenieren‘ – Methoden und Perspektiven einer emanzipatorischen Kunstvermittlung“, die wir im Wintersemester 2015/16 bei der Kunstvermittlerin Elke Smodics besuchten, beschäftigten wir uns mit dem „Wie“ einer emanzipatorischen Kunst- und Kulturvermittlung. Als Abschlussarbeit entwickelten wir ein Konzept für ein emanzipatorisches Vermittlungsprojekt unserer Wahl. Inspiriert von der Installation Dispossession #2 (2013) des Künstlers Kader Attia, die in der Ausstellung Dinge bewegen vom 24.10.2015 bis zum 10.4.2016 im Museum der Moderne Salzburg zu sehen war, erarbeiteten wir ein Kartenspiel, welches sich kritisch mit kultureller Aneignung auseinandersetzt. In unserer Arbeit beschäftigen wir uns einerseits mit der Entwertung und Trivialisierung fremder Kulturen durch kulturelle Aneignung, und untersuchen andererseits das emanzipatorische Potenzial des Kartenspiels: Spielregeln sind für ein Kartenspiel von elementarer Bedeutung, aber sind diese Spielregeln in Zement gegossen, oder können wir nicht vielmehr um die Spielregeln spielen?

2. Die Spielkarten

a) Gegenstand

Analog zu den Eurobanknoten wurden die Originale soweit verfremdet und ihrer Größe, Proportion und Funktion beraubt, dass ein Wiedererkennen nahezu unmöglich ist.

b) Fundort

Ebenso sind die Landschaften nicht immer eindeutig einem Kontinent zuordenbar.

Renate Hausenblas  Sabine Reisenbüchler  (2016): Kartenspielen – Auch eine Methode der emanzipatorischen Kunstvermittlung?!. In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 07 , http://www.p-art-icipate.net/cms/kartenspielen-auch-eine-methode-der-emanzipatorischen-kunstvermittlung/