Pilotprojekt: „Geschichten mit Zukunft. Super Food!?” am BORG Straßwalchen

Ein erstes Schullabor wurde als Pilotprojekt mit dem Titel „Geschichten mit Zukunft. Super Food!?“ im Sommersemester 2022 (Mai bis Juli) für 35 Schüler:innen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren am BORG Straßwalchen eröffnet. Die folgende Frage bildete den Ausgangspunkt für den zweiphasigen Projektprozess, der von einem Kick-off-Event und einer Projektpräsentation gerahmt wurde: Welche Aspekte tragen dazu bei, dass wir – nicht wie herkömmlich meist zu Marketingzwecken gebraucht, sondern im wahrsten Sinne des Wortes – „Super Food“ produzieren und konsumieren? Neben gesundheitlichen und geschmacklichen, sollten auch ökologische und ökonomische Aspekte in die Auseinandersetzungen mit dieser Frage einbezogen werden. Als Reflexionsfolie dienten dabei die Sustainable Development Goals.

Super Food als Themenstrang im Projekt. (c) RkD

Das Projekt wurde auch wissenschaftlich begleitet. Neben teilnehmender Beobachtung und Audioprotokollen der beteiligten Wissenschaftler:innen, Lehrpersonen und Künstler:innen wurde auch die Perspektive der Schüler:innen mittels eines Fragebogens ermittelt. Danach gefragt, ob denn künstlerische und kreative Zugänge im Kontext des Projektthemas von Relevanz seien, schreibt ein:e Schüler:in im anonymen Fragebogen: „Ich glaube, dass die Rolle der Kunst im Kontext Nachhaltigkeit eine sehr wichtige ist. Dementsprechend war es für mich sehr gewinnbringend, mich auch künstlerisch an verschiedene Themen zu nachhaltiger Ernährung anzunähern. Kunst und Kultur hängen ganz eng mit unseren Gewohnheiten zusammen. Kunst kann den Menschen die Augen öffnen und kann öffentliches Interesse auf wichtige Dinge lenken.“ Dieses Zitat steht exemplarisch für die Aussagen vieler am Projekt beteiligter Schüler:innen. Die detaillierte Auswertung des gewonnenen Datenmaterials steht allerdings noch bevor.

„Geschichten ‚mit Zukunft‘. Super Food!?“ wurde auch wissenschaftlich begleitet. Es fungiert als ein Pilotprojekt, um erste Aussagen darüber treffen zu können, welcher Voraussetzungen es bedarf, um Erfahrungsräume für Lernende zu eröffnen, in denen sie sich selbsttätig mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen können, wie Wissenschaft und Kunst sich in diesem Zusammenhang gegenseitig befruchten können und worin das transformative Potenzial künstlerischer und kreativer Praktiken besteht, um Wandel – im wahrsten Sinne des Wortes – zu ‚gestalten‘. Darüber hinaus sollen Handlungsanregungen und Materialien entstehen, die in weiterer Folge unter anderem für Pädagog:innen online zugänglich gemacht werden.

Einblicke in den Projektprozess gewähren wir laufend hier auf unserer Website!