„We are all Cultural Producers“

Die Kulturproduzentinnen – kreativ & aktiv nach außen kommunizieren

An Kreativität mangelte es den Kulturproduzentinnen nie, dennoch brauchte es für manche Aufgaben Unterstützung von außen. Besonders für die Jingles und die grafischen Arbeiten war professionelle Hilfe von Nöten. Die Plakatgruppe, bestehend aus Hannah, Angela, Michaela und Eva, traf sich mit Gernot Daucha von der Werbeagentur „ger² daucha.raab“ in Linz, der ihnen mit fachkundigem Rat und Tat zur Seite stand. Neben einem Plakat, Flyern, Postkarten wurden auch Sticker kreiert, die alle mit dem Sujet der Sprechblase arbeiten. Auch drei Plots wurden von der Plakatgruppe gestaltet, die an den Säulen im Furtwänglerpark angebracht wurden und wissenswerte Informationen boten. Ein Plot stellte die Kulturproduzentinnen mit jeweils einem persönlichen Statement zu „Ich mache Kultur…“ vor, ein zweiter Plot widmete sich dem Programmbereich „Cultural Production & Arts Management“ und präsentierte das Konzept der Lehrveranstaltung. Der dritte Plot mit dem Titel „I am a Cultural Producer“ informierte über den Terminus Kulturproduktion und setzte sich näher mit dem theoretischen Hintergrund auseinander.

Drucksorten

 

Bei der Jingleproduktion wurden Angelika, Katrin, Julia und Karo von Mirjam Winter, Redakteurin bei der Radiofabrik, unterstützt. Dank Mirjam und der Stimmgewalt aller Kulturproduzentinnen und ihrer (männlichen) Freunde wurden mehrere Radiojingles produziert, die im Programm der Radiofabrik wie auch während des Round Table zu hören waren. Sogar bei den Jingles wurde versucht eine Sprechblase mit einem „Plopp“ auditiv wiederzugeben. Die Jingles begannen jeweils mit „Ich mache Kultur …“ und offenbarten anschließend ein Potpourri an Antwortmöglichkeiten. Hier legten die Kulturproduzentinnen besonderenWert darauf, möglichst unterschiedliche Statements zu kombinieren, um das breite Spektrum von Kultur wiederzugeben. Ziel war es, den HörerInnen die Vielfältigkeit des Kulturproduzierens näher zu bringen und sie darauf aufmerksam zu machen, ihre alltäglichen Handlungen bewusst zu reflektieren. Dies sollte vor allem durch die abschließende Gegenfrage „Und wann machst du Kultur?“ gelingen.

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Im Anschluss an die Plakat- und Flyergestaltung wurde das Preis-Leistungsverhältnis zahlreicher Unternehmen verglichen. Nachdem die passenden Anbieter gefunden waren, gingen Luftballone, Sticker, Flyer, Postkarten, Plakate und Plots in Druck.

„Ich habe die Entwicklung der Kulturproduzentinnen vor allem als einen sehr spannenden Prozess empfunden. Der Höhepunkt war für mich nicht der Tag, an dem der Round Table stattgefunden hat, oder an dem die Ausstellung eröffnet wurde – sondern als die Plakate, Sticker und Luftballone geliefert wurden: in knallpink mit unserem Logo drauf. Da hab ich gewusst: wir haben wirklich selbst ein Projekt auf die Beine gestellt!“ Angelika Zopf

Angelika, Katrin und Antonia zeigten sich verantwortlich für die Gestaltung des Facebook-Auftritts der Kulturproduzentinnen. Über das soziale Netzwerk erfolgte viel Werbung für den Round Table selbst, gleichzeitig diente es aber auch als Medium, um die Idee hinter den Kulturproduzentinnen vorzustellen. Die Facebook-Gruppe arbeitete stark mit Bildern und achtete darauf, die UserInnen regelmäßig mit Neuigkeiten und Informationen zu versorgen. Die TeilnehmerInnen des Round Table wurden vorgestellt, die Jingles gepostet und die vielen Fans und Freunde zur Veranstaltung selbst wie auch zur Ausstellung eingeladen. Gerade für ein neues und junges Team wie die Kulturproduzentinnen stellt Facebook eine ideale Plattform dar, um sich mit anderen zu vernetzen und auf die eigenen Aktivitäten aufmerksam zu machen. (>> Link auf die Facebook-Seite)

Um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, zogen die Kulturproduzentinnen auch die Medien in ihre Vorbereitungen mit ein. Nicht nur durch die Ausstrahlung des Jingles im Programm der Radiofabrik, sondern auch mit einem Artikel in der Kronenzeitung erreichten die Kulturproduzentinnen nach Aussendung einer Pressemitteilung Medienpräsenz.

Artikel der Kronen Zeitung

Durch diese Arbeiten im Team wie auch durch die Kooperationen mit Mirjam Winter und Gernot Daucha erlebten die Kulturproduzentinnen die Bedeutsamkeit einer kollegialen Zusammenarbeit. Denn um Kultur zu produzieren, braucht es eine Gemeinschaft.

„Für mich war es sehr schön zu sehen, wie wir im Team gearbeitet haben. Jede hat sich an den verschiedenen Aufgaben beteiligt. Sei es ein Statement für den Jingle einzusprechen, Plakate aufzuhängen oder Flyer zu verteilen. Besonders auch die aktive Gestaltung der Interventionen war ein Highlight der Lehrveranstaltung und hat gezeigt, dass die Kulturproduktion nur im Kollektiv gelingen kann.“ Eva Kraxberger

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Hall, Stuart (1980): Cultural Studies: two paradigms. In: Media, Culture and Society. vol.2, S. 57–72.

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Göttlich, Udo (2006): Raymond Williams: Materialität und Kultur. In: Hepp, Andreas/ Krotz, Friedrich/ Thomas, Tanja (Hg).: Schlüsselwerke der Cultural Studies, Wiesbaden: VS Verlag, S. 94-103.

Eva Kraxberger (2012): „We are all Cultural Producers“. In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten #01 , https://www.p-art-icipate.net/we-are-all-cultural-producers/