„We are all Cultural Producers“

Unser Fazit:

Die Lehrveranstaltung, aber noch viel mehr die Konzeption und Realisierung eines eigenen Projektes hat den Kulturproduzentinnen gezeigt, dass jeder Mensch Kultur produzieren kann und seine Umwelt aktiv gestalten kann. Auch wenn es nicht gelingt, die Welt zu verändern, so kann es doch gelingen, die unmittelbare Umwelt, in der wir uns bewegen, aktiv mitzugestalten. Unser Wunsch war und ist es, diese Erkenntnis in den Köpfen der Menschen zu verankern und sie zu ermuntern, sich mit anderen auszutauschen und gemeinsam kreative Ideen zu entwickeln. Die Organisation des Round Table hat bewiesen, dass mit dem nötigen Engagement eine kleine Idee den Rahmen einer Lehrveranstaltung verlassen kann, um so mehr Menschen dafür zu begeistern. Das Organisationsteam hat gelernt, das vorhandene individuelle Potential der Studentinnen bestens auszuschöpfen und davon auf vielfältige Weise zu profitieren. Die intensive Auseinandersetzung mit Kulturproduktion hat nachhaltig überzeugt, dass sich unsere Gesellschaft weg vom passiven Konsumieren hin zum aktiven Produzieren bewegen soll. Kultur zu machen stellt für viele Menschen keine Schwierigkeit dar, die eigentliche Produktion findet erst in der Verbreitung dieser und im Austausch mit anderen statt.

„Der Round Table ist ein perfektes Beispiel dafür, wie viel Potential in einer gut geplanten Lehrveranstaltung steckt und wie spannend praxisorientierter Unterricht sein kann. Die theoretische Einführung zum Thema im ersten Semester bildete das notwendige Grundwissen für eine möglichst fehlerfreie Planung der Veranstaltung. Der Rückhalt unserer Kursleiterinnen hat uns besonders bei der Umsetzung des Projekts über Stimmungstiefs und organisatorische Probleme hinweggeholfen.“ Angela Badegruber

Ein großes DANKESCHÖN geht an dieser Stelle an Julia Jung, die viele organisatorische Aufgaben bravourös gemeistert hat, wie auch an Siglinde Lang und Elke Zobl, die immer kompetente Ratschläge parat hatten und die Kulturproduzentinnen stets dazu ermutigt haben, selbst aktiv zu werden!

“I am a Cultural Producer” hat in vielerlei Hinsicht überrascht. Ein derartiges Format einer Lehrveranstaltung hat an der Universität leider immer noch Seltenheitswert. Außerdem haben die Studierenden gelernt, ein theoretisches Konzept zum Thema Cultural Production in eine gelungene Veranstaltung umzusetzen. Weiters war es auch interessant Teil eines erfolgreichen Teams zu sein und die dadurch entstehende Gruppendynamik hautnah mitzuerleben und sich mit anderen auszutauschen. „I am a Cultural Producer“ war nicht allein aus organisatorischer Sicht ein Erfolg. Neun Studentinnen sind nicht nur in ihre Rolle als Kulturproduzentinnen hineingewachsen, sondern auch menschlich näher zusammengewachsen.

Der Round Table vereinte theoretische Fundierung, kreative Ideen, Organisationstalent, viel Engagement und Entschlossenheit und hat dadurch bewiesen, dass jede und jeder an der Gestaltung und Produktion von Kultur teilhaben kann. Denn: „We are all Cultural Producers!“

© Pia Streicher

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Hall, Stuart (1980): Cultural Studies: two paradigms. In: Media, Culture and Society. vol.2, S. 57–72.

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Göttlich, Udo (2006): Raymond Williams: Materialität und Kultur. In: Hepp, Andreas/ Krotz, Friedrich/ Thomas, Tanja (Hg).: Schlüsselwerke der Cultural Studies, Wiesbaden: VS Verlag, S. 94-103.

Eva Kraxberger (2012): „We are all Cultural Producers“. In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten #01 , https://www.p-art-icipate.net/we-are-all-cultural-producers/