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Veronika Aqra

2014-2016 Projektmitarbeiterin von „Making Art – Taking Part! Künstlerische Interventionen von und mit Jugendlichen zur Herstellung partizipativer Öffentlichkeiten“ am PB Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion des Schwerpunkts Wissenschaft & Kunst, Salzburg. Seit 2012 Masterstudium der Vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft und seit 2013 Absolvierung des Studienschwerpunkts “Cultural Production & Arts Management” (Universität Salzburg/Mozarteum); 2005-2008 Bachelorstudium der Angewandten Kulturwissenschaften (Universität Klagenfurt), Praktika im Bereich des Kulturmanagements in Ramallah (Palästinensische Autonomiegebiete) und Berlin sowie Projektassistenz am Zentrum für Friedensforschung und -pädagogik (Universität Klagenfurt); 2007-2011 Arbeits- und Studienaufenthalt in Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten, u.a. University of Haifa (Israel), Al-Quds University (Palästinensische Autonomiegebiete), Tätigkeiten im Kunst- und Kulturbereich bzw. der internationalen kulturellen Zusammenarbeit, z.B. Drama Academy Ramallah (in Kooperation mit Folkwang Universität der Künste) und Goethe Institut Ramallah..


Laila Huber

geb. 1980, studierte Kulturanthropologie und Kulturmanagement in Graz und Neapel/Italien. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind partizipative Kunst- und Kulturarbeit, Selbstorganisation, autonome Räume, Stadtforschung sowie Interkulturalität. Ihre Dissertation „Topografie(n) des Möglichen (in) der Stadt Salzburg” wurde im Rahmen des Doktoratskollegs „Kunst und Öffentlichkeit” (2010-2013), am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst /Universität Salzburg und Mozarteum, ausgearbeitet und 2014 abgeschlossen (Publikation in Vorbereitung im transcript Verlag). Von Jan. 2011-Jan. 2014 war sie ehrenamtlich in der Salzburger Kunstinitiative periscope tätig. Und seit Januar 2012 ist sie Mitglied des Salzburger Landeskulturbeirats in den Fachbeiräten „Bildende Kunst“ und „Kulturelle Bildung“. Seit Okt. 2013 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Programmbereich „Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion“ am Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst (der Paris-Lodron-Universität und Mozarteum Salzburg) – u.a. im Sparkling-Science-Projekt „Making Art – Taking Part! Künstlerische und kulturelle Interventionen zur Herstellung partizipativer Öffentlichkeiten von und mit Jugendlichen“ (www.takingpart.at).


Elke Smodics

Elke Smodics ist Kunst- und Kulturvermittlerin mit den Schwerpunkten zeitgenössische Kunst und Feminismus. Ein zentrales Arbeitsfeld in den letzten 15 Jahren ist die Kulturvermittlungsarbeit mit Lehrlingen. Von 2010 bis 2012 war sie Galerieleiterin der IG Bildende Kunst. Sie ist Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule und an der Akademie der bildenden Künste Wien mit dem Themenfeld feministische, transdisziplinäre Vermittlungsstrategien.


Elke Zobl

Nach Studien der Bildnerischen Erziehung (im Fach Bildhauerei), Germanistik, Gender Studies und Kunst- und Kulturwissenschaften (Salzburg, Wien und North Carolina), erhielt sie 2004 ihr Doktorat an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Von 2000-2006 forschte sie an der Universität of California San Diego, 2007-2011 war sie Inhaberin eines Herta-Firnbergs Postdoc-Stipendiums am Fachbereich Kommunikationswissenschaft (Universität Salzburg). Seit Mai 2011 ist sie Assistenzprofessorin am Fachbereich Kommunikationswissenschaft und am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Programmbereich Contemporary Arts & Cultural Production).

Projekte u.a.: “Young women as creators of new cultural spaces” (FWF-Projekt, 2007-2011) und “Feminist Media Production in Europe” (FWF-Projekt, 2008-2012), “Making Art, Making Media, Making Change” (FWF-Wissenschaftskommunikationsprojekt, 2014-2015)

Forschungsschwerpunkte: Zeitgenössische Kunst- und Kulturproduktion, Cultural Studies, Gender Studies.

2010 wurde sie mit dem Wissenschaftsförderpreis der Stadt Salzburg ausgezeichnet.

Einleitung – „TAKE PART! Partizipation von Kunst und Bildung aus denken“

Ausgabe Nr. 7 des eJournals p/art/icipate mit dem Titel TAKE PART! befasst sich mit den Möglichkeiten, Ambivalenzen und Grenzen von Partizipation und gesellschaftlicher Mitgestaltung an den Schnittstellen von Kunst, Bildung und Forschung.*1 *(1)

Große Begriffe wie Teilhabe, Teilnahme, Mitbestimmung, Mitwirkung umschreiben Formen der Partizipation. Was heißt es im Kontext von Kunst und Bildung teilzunehmen und teilzuhaben? Welche Bedeutung haben partizipative und intervenierende künstlerische Praxen in der Ausverhandlung gesellschaftlicher Mitgestaltung? Wenn Partizipation in künstlerischen und kulturellen Projekten als „eine Form der Teilnahme und Teilhabe, die die Bedingungen des Teilnehmens selbst ins Spiel bringt“ gefasst wird – wenn also um die „Spielregeln gespielt“ wird – (Sternfeld 2012: 121),star (*2) dann eröffnen solche Projekte Möglichkeiten der Transformation im Sinne eines sozialen und politischen Wandels. Das Eingreifen in bestehende Verhältnisse setzt jedoch eine Analyse der Machtverhältnisse und eine Kritik an gegebenen Strukturen voraus. Welche Strategien setzen KünstlerInnen, VermittlerInnen und ForscherInnen in Projekten ein, um kollaborative und partizipative Handlungsräume zu öffnen? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen AkteurInnen und wie wird mit Ungleichheiten und Ausschlüssen umgegangen? Inwiefern werden Transformationsprozesse in Richtung selbstermächtigendes Handeln initiiert und welche Ambivalenzen werden dabei sichtbar?

Diese Ausgabe wurde im Rahmen des Sparkling-Science-Projektes Making Art – Taking Part! Künstlerische und kulturelle Interventionen mit und von Jugendlichen zur Herstellung partizipativer Öffentlichkeiten, verankert am Programmbereich Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion, Kooperationsschwerpunkt Wissenschaft und Kunst, erarbeitet. Die Beiträge gehen vorwiegend auf zwei Symposien im Herbst 2015 und im Frühling 2016 zurück.

Im Symposium Making Art – Taking Part!? Ambivalenzen partizipativer und intervenierender Kunst (16.-17. November 2015) ging es um eine kritische Reflexion partizipativer und intervenierender künstlerischer Praxen. Im Zentrum standen Fragen in Bezug auf das vielen partizipatorischen Kunstpraxen innewohnende Versprechen von Demokratisierung und Emanzipation (vgl. Milevska 2015)star (*1) sowie in Bezug auf Ambivalenzen und Widersprüche an der Schnittstelle von Kunst und gesellschaftlichem Eingreifen.

Das zweite Symposium Do it Yourself, Do it Together! Kritische Wissensproduktion und Vermittlungsstrategien (3.-4. Mai 2016) setzte den Fokus auf kritische theoretische und praktische Ansätze zu Wissensproduktion und Vermittlungspraxen. Verhandelt wurden dabei Fragen der Wissensproduktion und Wissensvermittlung in kollaborativen Prozessen an der Schnittstelle von Universität, Schule und Kunst.

Zentrale Fragen, die wir uns im Kontext des Sparkling-Science-Projektes und der Symposien sowie in dieser eJournal-Ausgabe gestellt haben, sind: Wie gehen partizipative und intervenierende künstlerische Praxen mit der Gefahr der Instrumentalisierung und der Neutralisierung ihres politischen Anspruchs um? Welche künstlerischen Arbeiten, Praxen und Strategien können in vielfältigen Bildungskontexten – in der Schule oder in Community-Projekten ‑ Gewohntes und Gelerntes aufbrechen und neue Handlungsräume eröffnen? Was bedeutet es, Wissen im Rahmen von kollaborativen Prozessen zu produzieren? Welches Wissen wird produziert? Für wen? Was bedeutet kritische Wissensproduktion in diesem Kontext? Welche Rolle spielt die Kunst im Feld der Erkenntnis- und Wissensproduktion? Und welches Wissen wird in welcher Form vermittelt?

Diese und weitere Fragen werden in den folgenden Beiträgen aufgegriffen und diskutiert.

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Milevska, S. (2015): Auf der neoliberalen Bühne: Die uneingelösten Versprechen und Hoffnungen partizipatorischer Kunst für die Demokratisierung der Gesellschaft. Bildpunkt „Demokratie im Präsens“. http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt/bildpunkt-2015/demokratie-im-praesens/auf-der-neoliberalen-buehne.htm (28.9.2016).

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Sternfeld, N. (2012): Plädoyer. Um die Spielregeln spielen! Partizipation im post-repräsentativen Museum. In: Gesser, S. / Handschin, M. / Jannelli,  A./ Lichtensteiger S.  (Hg.): Das partizipative Museum Zwischen Teilhabe und User Generated Content. Bielefeld: transcript, S. 119-126.

Die inhaltliche Koordination dieser eJournal-Ausgabe erfolgte im Rahmen des Sparkling Science-Projektes „Making Art – Taking Part!“ von Elke Zobl (Projektleitung) und Laila Huber in Zusammenarbeit mit Veronika Aqra und Elke Smodics.

Ist 2015-2017 Gastforscher am Programmbereich Zeitgenössische Kunst und Kulturproduktion.

Veronika Aqra  Laila Huber  Elke Smodics  Elke Zobl  (2016): Einleitung – „TAKE PART! Partizipation von Kunst und Bildung aus denken“. In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten # 07 , http://www.p-art-icipate.net/cms/einleitung-take-part-partizipation-von-kunst-und-bildung-aus-denken/