Voneinander Lernen

Schüler:innen als Klimabotschafter:innen.
Samira, Tibor und Lilien im Gespräch mit Elke Zobl und Timna Pachner

Der Verein besteht ja vorwiegend aus jungen Menschen, oder? Gibt es eine Altersbegrenzung?

T: Ja. Im Verein gibt es nur die Möglichkeit, bis zum Alter von 26 Mitglied zu sein. Danach ist man quasi automatisch nicht mehr normales Vereinsmitglied. Das bedeutet, dass alle Leute, die bei uns im Verein die demokratischen Entscheidungen mitfällen, aber auch diejenigen, die den Vorstand stellen, unter 26 sind. In der Geschäftsstelle arbeiten auch Leute, die älter sind.

Aber es gibt noch andere Projekte dieses Vereins außer Schule Klima Wandel, oder?

T: Genau. Es gibt zwei Hauptprojekte, die wir haben. Das ist zum einen das seit Langem bestehende SV-Berater:innen-Projekt. Es funktioniert ähnlich wie Schule Klima Wandel. Es gibt Berater:innen-Ausbildungen für junge Schüler:innen, die dann selbst Workshops an Schulen geben. Inhaltlich geht es um das Thema Demokratisierung der Schule und die Unterstützung von Schüler:innenvertretungen. Das andere große Projekt ist eben Schule Klima Wandel, welches den Klimaaspekt beinhaltet. Wir haben aber noch weitere kleine Projekte, die meistens über eine kürzere Zeitspanne laufen.

Wie kann man sich den Umfang dieses Vereins und dieser Projekte vorstellen? Wie viele Leute sind ungefähr dabei? Die Website vermittelt den Eindruck, als wäre er riesig.

T: Bei dem SV-Berater:innen-Projekt haben wir etwas über 200 Multiplikator:innen, also Leute, die ausgebildet sind. Beim Klimabotschafter:innenprojekt sind es jetzt, nach sieben Ausbildungs-Durchgängen, ungefähr 140 ausgebildete Multiplikator:innen. Aber nicht alle sind aktiv. Als Mitglieder im Verein sind wir gerade ungefähr 130. Und der Verein ist bundesweit tätig, das heißt, die Mitglieder sind überall verstreut.

Wie läuft da die Kommunikation?

S: Die Kommunikation ist gar nicht so schwer. Meistens läuft sie über Podio. Das ist eine App, die wir benutzen, um alles ein bisschen zu organisieren. Aber natürlich hat man meistens auch die privaten Handynummern und kann darüber auch gut kommunizieren.

L: Genau. Dazu gibt es auch noch einen Newsletter, der alle zwei bis drei Monate an die Mitglieder geschickt wird. Dann gibt es die Geschäftsstelle, in der wir die Kommunikation zu den Klimabotschafter:innen und die Kommunikation und Koordination mit den SV-Berater:innen übernehmen. Über Podio kommunizieren sozusagen die Mitglieder untereinander, aber dann gibt es noch die Geschäftsstelle als Zentrale, in der alles zusammenläuft und von der aus wir Informationen einerseits sammeln und andererseits hinausschicken.

T: Über Podio werden beispielsweise unsere Workshopanfragen ausgeschrieben, sodass die Klimabotschafter:innen, also unsere Multiplikator:innen das sehen können. Sie können sich dann zu den Workshops melden und sagen: „Das finde ich interessant, darauf hätte ich Lust.“

Schule Klima Wandel, Elke Zobl, Timna Pachner (2021): Voneinander Lernen. Schüler:innen als Klimabotschafter:innen.
Samira, Tibor und Lilien im Gespräch mit Elke Zobl und Timna Pachner . In: p/art/icipate – Kultur aktiv gestalten #12 , https://www.p-art-icipate.net/voneinander-lernen/